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Endokrine Orbitopathie
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Die endokrine Orbitopathie (von lateinisch orbis ‚Kreis‘ und altgriechisch Ï€ÎŹÎžÎżÏ‚ pĂĄthos, deutsch ‚Leidenschaft, Sucht‘; endokrin ‚nach innen abgebend‘; Synonyme endokrine Ophthalmopathie, EO) ist eine Erkrankung der Augenhöhle (Orbita). Sie zĂ€hlt zu den organspezifischen Autoimmunerkrankungen und tritt meist gemeinsam mit einer SchilddrĂŒsenfehlfunktion auf (endokrin), wobei Frauen erheblich hĂ€ufiger betroffen sind als MĂ€nner.

Klinisch Ă€ußert sie sich mit einem deutlichen Hervortreten der Augen (Exophthalmus), hochgezogenen Oberlidern (Lidretraktion) und einer damit verbundenen Erweiterung der Lidspalten. Auslöser fĂŒr dieses auffĂ€llige Krankheitszeichen sind strukturelle und grĂ¶ĂŸenmĂ€ĂŸige VerĂ€nderungen des hinter dem Augapfel (retrobulbĂ€r) gelegenen Muskel-, Fett- und Bindegewebes.

Zusammen mit Herzrasen (Tachykardie) und einer VergrĂ¶ĂŸerung der SchilddrĂŒse (Struma) bildet der Exophthalmus die sogenannte Merseburger Trias, einen dreiteiligen (Trias) Symptomkomplex. Dieser gehört zu den klassischen, aber nicht zwingenden klinischen Zeichen des Morbus Basedow und wurde bereits 1840 von Carl Adolph von Basedow, der seinerzeit in Merseburg tĂ€tig war, beschrieben.

Der Krankheitsverlauf weist unterschiedliche Schwere- und AktivitĂ€tsgrade auf. Wegen des auffĂ€lligen kosmetischen Erscheinungsbildes können sich zu den organischen und funktionellen Problemen auch starke psychosoziale Belastungen gesellen, unter denen Betroffene zu leiden haben. Zwar existieren eine ganze Reihe von symptomatischen Behandlungsmaßnahmen, eine die Ursachen behebende (kausale) Therapie ist bislang jedoch nicht bekannt.

Contents

‱ Augenmuskeln
‱ Lider
‱ Diagnostik
‱ Operationen
‱ Literatur
‱ Weblinks

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Ursache und HĂ€ufigkeit

Die Ursache der endokrinen Orbitopathie ist bis heute unbekannt. Als wahrscheinlich gilt eine erblich bedingte Autoimmunerkrankung, die fĂŒr die Bildung von Autoantikörpern gegen Thyreotropin-Rezeptoren verantwortlich ist (das Hormon Thyreotropin, kurz TSH, beeinflusst maßgeblich das SchilddrĂŒsenwachstum). Diese Rezeptoren finden sich auch im Gewebe der Augenhöhle.cite-ref-herold-1-0[1]

Die endokrine Orbitopathie kommt bei 10 % aller SchilddrĂŒsenerkrankten vor und tritt in bis zu ĂŒber 90 % der FĂ€lle gleichzeitig im Rahmen eines Morbus Basedow,cite-ref-herold-1-1[1]cite-ref-essen-2-0[2] dabei zu 60 % in Verbindung mit einer SchilddrĂŒsenĂŒberfunktion (Hyperthyreose) auf.cite-ref-augustin-3-0[3]cite-ref-4[4] FĂŒr die HĂ€ufigkeit (PrĂ€valenz) des Morbus Basedow in Deutschland gibt es allerdings keine genauen Angaben. In Gebieten mit ausreichender Jodversorgung wird diese bei Frauen mit 2 bis 3 %cite-ref-harrison-5-0[5] und bei MĂ€nnern mit ungefĂ€hr einem Zehntel davon angegeben. Die jĂ€hrliche Neuerkrankungsrate des Morbus Basedow liegt bei 1 pro 1.000 Einwohner.cite-ref-6[6] Die endokrine Orbitopathie kann sich jedoch auch zeitlich vor oder erst Jahre nach der Entstehung von SchilddrĂŒsenstörungen entwickeln.cite-ref-7[7] Die endokrine Orbitopathie wird daher als außerhalb der SchilddrĂŒse (extrathyreoidal) gelegene Manifestation der dem Morbus Basedow zugrundeliegenden Autoimmunprozesse interpretiert. Somit werden die gleichen Ursachen angenommen. Dabei spielen genetische Veranlagung, UmwelteinflĂŒsse, deren Bedeutungen noch nicht eindeutig geklĂ€rt sind, und ein komplexer immunologischer Prozess eine Rolle.cite-ref-befunde-8-0[8] Auch unter Radiojodtherapie kann sich eine bis dato leichte, oder klinisch inapparente (unauffĂ€llige) endokrine Orbitopathie ausbilden oder deutlich verschlechtern.cite-ref-lai1-9-0[9]

Nur selten findet sie sich jedoch auch bei einem Morbus Hashimoto oder gĂ€nzlich ohne Nachweis einer SchilddrĂŒsenbeteiligung.cite-ref-10[10] ÜbermĂ€ĂŸiger Nikotingenuss (Nikotinabusus) kann den Verlauf und Schweregrad der Krankheit negativ beeinflussen.cite-ref-th1-11-0[11] Die endokrine Orbitopathie tritt bei Frauen sechsmal hĂ€ufiger als bei MĂ€nnern auf, wobei die schweren FĂ€lle bei MĂ€nnern deutlich ĂŒberwiegen. Thyreotropin-Rezeptor-Autoantikörper (TSH-Rezeptor-Antikörper) korrelieren mit der AktivitĂ€t der Erkrankung und helfen, die Prognose einer endokrinen Orbitopathie einzuschĂ€tzen.cite-ref-tsh-12-0[12]

Obgleich die endokrine Orbitopathie in den allermeisten FĂ€llen mit SchilddrĂŒsenerkrankungen einhergeht, ist ein ursĂ€chlicher Zusammenhang bisher nicht bewiesen, weshalb sie auch als eigenstĂ€ndige Autoimmunerkrankung betrachtet wird.cite-ref-augustin-3-1[3]

Der im angloamerikanischen Sprachraum gelĂ€ufige und synonym verwendete Begriff Graves ophthalmopathy stellt bereits einen direkten Zusammenhang zwischen dem gehĂ€uften Auftreten dieser Augenerkrankung und einem Morbus Basedow (engl.: Graves’ disease) her.cite-ref-13[13] Der irische Arzt Robert James Graves beschrieb bereits 1835 einen Fall von krankhafter SchilddrĂŒsenvergrĂ¶ĂŸerung (Struma) in Kombination mit einem Exophthalmus.cite-ref-14[14]

Krankheitsentstehung

Das Auftreten einer endokrinen Orbitopathie ist die Folge von komplexen Abwehrmechanismen des Körpers gegen eigenes Gewebe (Autoimmunprozesse),cite-ref-befunde-8-1[8] die durch bestimmte Blutzellen, sogenannte B- und autoreaktive T-Lymphozyten, ausgelöst werden und mit einer vermehrten Bildung von Antikörpern (Thyreotropin-Rezeptor-Autoantikörpern, TRAK) einhergehen. Es gibt Hinweise darauf, dass TRAK mit stimulierenden Eigenschaften (thyroid stimulating antibodies, TSAb) die Ausbildung einer endokrinen Orbitopathie besonders begĂŒnstigen,cite-ref-15[15] der genaue Mechanismus ist jedoch bislang nicht bekannt. Auch andere Rezeptor-Antikörper (z. B. die insulinĂ€hnlichen Wachstumsfaktoren) könnten eine Rolle spielen.cite-ref-eckstein1-16-0[16]

Im Vergleich zu anderen Bereichen des Körpers reagieren bestimmte Bindegewebszellen, sogenannte Fibroblasten, im retrobulbĂ€ren Gewebe besonders stark auf entzĂŒndungsartige Reize, insbesondere auf eine Stimulation spezieller Antigene, sogenannter CD40-Proteine, was zur Bildung neuer Fettzellen fĂŒhrt. Ebenfalls begĂŒnstigend wirken eine genetische Vorbelastung sowie Tabakkonsum.cite-ref-eckstein1-16-1[16]

Die so ausgelöste immunologische EntzĂŒndung fĂŒhrt in der Augenhöhle zum Anschwellen des Muskel-, Fett- und Bindegewebes, verbreitert den Abstand zwischen Orbitawand und Augapfel und fĂŒhrt dadurch sowohl zu einem Hervortreten des Auges (Exophthalmus), als auch zu einem ElastizitĂ€tsverlust der Augenmuskeln mit BewegungseinschrĂ€nkungen und Doppelbildern. Maßgebliche Ursache fĂŒr diesen Prozess sind Durchdringungen des Gewebes mit Lymphozyten (lymphozytĂ€re Infiltrationen) sowie eine Zunahme der Fibroblasten. DarĂŒber hinaus kommt es zur Vermehrung eines Bindegewebsbaustoffes, dem Kollagen, bei gleichzeitiger Zunahme weiterer eingelagerter Glykosaminoglykane und einer ĂŒbermĂ€ĂŸigen Ansammlung von Wasser im Gewebe. Eine typische Erscheinung der Augenmuskeln und seltener auch des Sehnerven ist zudem ein diffuses Fettgewebswachstum, eine sogenannte Lipomatose.cite-ref-herold-1-2[1]cite-ref-befunde-8-2[8]cite-ref-grehn-17-0[17]cite-ref-18[18]cite-ref-intensivkurs-19-0[19]

Klinische Erscheinungen

Die endokrine Orbitopathie tritt ein- oder beidseitig auf, dann jedoch oft unterschiedlich stark ausgeprĂ€gt.cite-ref-essen-2-1[2] Andere Quellen verweisen auf ein eher bilateral symmetrisches Krankheitsbild.cite-ref-kommerell-20-0[20] Sie besitzt eine Reihe von sich dynamisch verĂ€ndernden klinischen Merkmalen, die in aller Regel durch EntzĂŒndungen, strukturelle Wandlung und einer Volumenzunahme von hinter dem Auge gelegenem, orbitalem Fett-, Binde- und Muskelgewebe verursacht werden (siehe auch: Periorbita). Ist die endokrine Orbitopathie so stark ausgeprĂ€gt, dass ein vollstĂ€ndiger Lidschluss nicht mehr möglich ist (Lagophthalmus) und daher HornhautgeschwĂŒre auftreten, so spricht man von einem malignen Exophthalmus.cite-ref-intensivkurs-19-1[19]

Wie auch andere Erkrankungen kann die endokrine Orbitopathie die Betroffenen psychisch stark belasten.cite-ref-21[21] Neben den allgemeinen Beschwerden, den funktionellen EinschrĂ€nkungen durch Doppelbilder und Kopfzwangshaltungen, die in der Regel deutliche Hindernisse in vielen Lebensbereichen darstellen können, kann der kosmetisch-Ă€sthetische Aspekt zu einem sozialen RĂŒckzug fĂŒhren.cite-ref-dab-1-22-0[22]

Augenhöhle (Orbita)

Der Exophthalmus, das Hervortreten eines oder beider Augen aus der Augenhöhle, ist das klassische Leitsymptom der endokrinen Orbitopathie und Resultat einer schmerzhaften Ausbreitung von retrobulbĂ€rem Gewebe, das sich bis in die Augenlider vorwölben kann.cite-ref-grehn-17-1[17] In 3 % der FĂ€lle kommt es darĂŒber hinaus zu Weichteilschwellungen in der Orbitaspitze (z. B. Ödeme) und in Folge zu einer Kompression und somit SchĂ€digung des Sehnerven mit Verschlechterung der SehschĂ€rfe und entsprechenden GesichtsfeldausfĂ€llen.cite-ref-grehn-17-2[17]

Das Ausmaß des Exophthalmus lĂ€sst sich mit einem augenheilkundlichen UntersuchungsgerĂ€t, dem sogenannten Exophthalmometer, quantifizieren und erlaubt somit auch die Dokumentation von Verlauf und Status. Raumfordernde Prozesse und PlatzverhĂ€ltnisse in der Orbita können mit bildgebenden Verfahren (Ultraschall, CT, NMR) dargestellt werden. Eine Untersuchung von Gesichtsfeld und SehschĂ€rfe erfolgt mittels Perimetrie und Sehtests.

Augenmuskeln

Bewegungsstörungen entstehen durch Schwellung, Infiltration oder krankhafte Gewebevermehrung (Fibrosierung) der Augenmuskeln, wobei eine VergrĂ¶ĂŸerung bis auf das Zehnfache ihres ĂŒblichen Volumens möglich ist.cite-ref-kommerell-20-1[20] Als Folge kommt es zu einem ElastizitĂ€tsverlust mit teils deutlich eingeschrĂ€nkter Dehnbarkeit, hĂ€ufig einhergehend mit Schmerzen bei Blickwendungen. Die BewegungseinschrĂ€nkungen treten nicht in Muskelzugrichtung als ein Ausdruck verminderter Muskelkraft auf, sondern in die entgegengesetzte Richtung, was sich quasi als scheinbare LĂ€hmung (Pseudoparese) des gleichseitigen muskulĂ€ren Gegenspielers (Antagonist) darstellt. Klinische Zeichen zum Beispiel sind die EinschrĂ€nkung der monokularen Blickfelder, Schielen und Doppelbilder mit kompensatorischen Kopfzwangshaltungen.cite-ref-grehn-17-3[17]cite-ref-berlit-23-0[23]cite-ref-op1-24-0[24] Ein weiteres, typisches Symptom ist das sogenannte Möbius-Zeichen, eine teils ausgeprĂ€gte UnfĂ€higkeit, beide Augen gleichzeitig zur Nase hin zu bewegen (KonvergenzschwĂ€che).

Unterschiedliche MotilitĂ€tsuntersuchungen und die Bestimmung der Bereiche, in denen doppelbildfrei mit beiden Augen einfach gesehen wird (Fusionsblickfelder), werden in der Regel apparativ an einem sogenannten Synoptometer oder im freien Raum an der Tangententafel (nach Harms) durchgefĂŒhrt. Zur Bestimmung der maximalen BewegungsfĂ€higkeit des rechten und linken Auges (monokulare Exkursionsstrecken) kann auch eine Untersuchung der Folgebewegungen am Goldmann-Perimeter durchgefĂŒhrt werden. Ein Pinzettenzugtest gibt Aufschluss ĂŒber die passive Beweglichkeit des Auges.cite-ref-bva1-25-0[25] Da es beim Blick entgegengesetzt der Zugrichtung eines fibrosierten Muskels kurzfristig zu einem Anstieg des Augeninnendrucks kommt, kann die DurchfĂŒhrung von Augeninnendruckmessungen in unterschiedlichen Blickrichtungen (Blickrichtungstonometrie) sinnvoll sein. Muskelstrukturen und Dimensionen lassen sich durch bildgebende Verfahren darstellen.cite-ref-kfm-26-0[26]

Lider

Meist ist das Oberlid zurĂŒckgezogen (Retraktion), was den Eindruck eines starren Blicks erweckt (Kocher-Zeichencite-ref-ap-27-0[27]). Dabei ist hĂ€ufig die weiße Augenhaut (Sclera) oberhalb des Übergangs (Limbus) zur Hornhaut sichtbar (Dalrymple-Zeichencite-ref-ap-27-1[27]), und das Oberlid bleibt bei Blicksenkung zurĂŒck (Graefe-Zeichencite-ref-ap-27-2[27]). Ein seltener Lidschlag (Stellwag-Zeichencite-ref-ap-27-3[27]) fĂŒhrt oft zu Benetzungsstörungen der Hornhaut sowie zur Austrocknung und einer Chemosis der Bindehaut.cite-ref-grehn-17-4[17]

Zur Dokumentation von Verlauf und Status kann die Beurteilung der Lidspaltenweite (Raum zwischen Ober- und Unterlid) und -beweglichkeit mit einem einfachen Lineal erfolgen und wird in Millimeter angegeben. Die Frequenz des Lidschlags drĂŒckt man in Anzahl pro Minute aus.

Weitere klinische Zeichen

Als weitere Symptome der endokrinen Orbitopathie gelten Oberlid-Ödem (Enroth-Zeichencite-ref-ap-27-4[27]), erschwertes Ektropionieren (Gifford-Zeichencite-ref-ap-27-5[27]), abnorme Oberlidpigmentierung (Jellinek-Zeichencite-ref-ap-27-6[27]), horizontale Lidfurche (Pocher-Zeichencite-ref-ap-27-7[27]), fehlendes Stirnrunzeln bei Blickhebung (Joffroy-Zeichencite-ref-ap-27-8[27]) und Lidzittern bei geschlossenen Lidern (Rodenbach-Zeichencite-ref-ap-27-9[27]).

Diagnostik

Die Diagnose wird primĂ€r klinisch gestellt. Im klassischen Fall tritt der Exophthalmus als Teil der sogenannten Merseburger Trias zusammen mit SchilddrĂŒsenvergrĂ¶ĂŸerung und beschleunigtem Herzschlag im Rahmen eines Morbus Basedow auf.

Weitere diagnostische Maßnahmen dienen primĂ€r der Erfassung des Schwere- und AktivitĂ€tsgrades der Krankheit sowie drohender Komplikationen.cite-ref-dablatt-28-0[28] Insbesondere zur AbschĂ€tzung der entzĂŒndlichen AktivitĂ€t eignet sich die Untersuchung mittels Kernspinresonanzspektroskopie (NMR).cite-ref-29[29]

Differentialdiagnostisch ist mittels verschiedener bildgebender Verfahren (Computertomographie, NMR) neben einem hinter dem Auge gelegenen Tumor auch das Krankheitsbild einer okulĂ€ren Myositis auszuschließen.cite-ref-grehn-17-5[17] Nur schwer abzugrenzen von der endokrinen Orbitopathie (Graves ophthalmopathy) sind die – bislang weitgehend unverstandene – Idiopathic orbital inflammation und die isolierte immunogene Orbitopathie. Beide sind letztlich Ausschlussdiagnosen bei fehlendem Nachweis endokriner Beteiligung.cite-ref-augustin-3-2[3]cite-ref-30[30]

Zur Klassifikation von Krankheitsverlauf und -stadium gibt es verschiedene Schemata, von denen sich jedoch bislang keines endgĂŒltig als Standard etabliert hat.cite-ref-augustin-3-3[3]cite-ref-31[31] Seit 1969 findet das sogenannte NOSPECS-Schema Anwendung, eine Klassifizierung der American Thyroid Association. Die Buchstabenfolge ist eine spezielle AbkĂŒrzung (Akronym) fĂŒr die englischen Bezeichnungen der abgefragten Symptome. Es ist auch unter dem Namen seines Entwicklers, des US-amerikanischen Arztes Sidney C. Werner, als Werner-Klassifizierung bekannt.cite-ref-32[32]cite-ref-33[33]

Innerhalb dieser Klassifizierung erfolgt eine weitere Einteilung nach den Schweregraden 0, A, B und C, mit denen ein bestimmter Punktwert ermittelt werden kann. Zusammen mit einem weiteren Parameter fĂŒr die KrankheitsaktivitĂ€t, dem sogenannten CAS-Score (nach Mourits), wird so der gesamte Krankheitsverlauf bewertet.cite-ref-tsh-12-1[12]

Als eine Erweiterung des NOSPECS-Schemas hat sich die sogenannte LEMO-Klassifikation etabliert, die eine sinnvollere und praktikablere Einteilung beinhalten soll und 1991 erstmals von Boergen und Pickardt vorgeschlagen wurde.cite-ref-dablatt-28-1[28] Hierbei handelt es sich um eine sogenannte Facettenklassifikation.cite-ref-34[34] Die Einteilung erfolgt dabei jeweils mit dem vorangestellten Buchstaben und einer folgenden Ziffer. L1E2M0O2 steht beispielsweise fĂŒr „nur Lidödem, Bindehautreizung morgens, fehlende MuskelverĂ€nderungen und periphere Gesichtsfelddefekte“.

Diese Schemata sind vor und wĂ€hrend der Behandlung eine wichtige Hilfe, um das Fortschreiten oder auch eine therapiebedingte Besserung des Krankheitsbildes sinnvoll abschĂ€tzen zu können. ErgĂ€nzend geben sie eine klare Übersicht ĂŒber die Wertigkeit wichtiger Symptome.

NOSPECS-Schema im Detail

| Klasse | klinische Merkmale | englische Bezeichnung |
|---|---|---|
| 0 | keine Zeichen oder Symptome | N o signs or symptoms |
| 1 | Zeichen (z. B. Lidretraktion), keine Symptome | O nly signs, no symptoms |
| 2 | Weichteilbeteiligung | S oft tissue involvement |
| 3 | Exophthalmus | P roptosis |
| 4 | MuskelverÀnderungen | E xtraocular muscle involvement |
| 5 | Hornhautkomplikationen | C orneal involvement |
| 6 | Visus- und GesichtsfeldeinschrÀnkungen | S ight loss |

LEMO-Schema im Detail

| Symptome | Klasse | Befund |
|---|---|---|
| VerÀnderungen an den Lidern ( L ) | 0 | fehlend |
| VerÀnderungen an den Lidern ( L ) | 1 | nur Lidödem |
| VerÀnderungen an den Lidern ( L ) | 2 | echte Retraktion (beeintrÀchtigter Lidschluss) |
| VerÀnderungen an den Lidern ( L ) | 3 | Retraktion plus Oberlidödem |
| VerÀnderungen an den Lidern ( L ) | 4 | Retraktion plus Ober- und Unterlidödem |
| Exophthalmus ( E ) | 0 | fehlend |
| Exophthalmus ( E ) | 1 | ohne Lidschlussinsuffizienz |
| Exophthalmus ( E ) | 2 | Bindehautreizung morgens |
| Exophthalmus ( E ) | 3 | Bindehautreizung stÀndig |
| Exophthalmus ( E ) | 4 | Hornhautkomplikationen |
| VerÀnderungen an den Muskeln ( M ) | 0 | fehlend |
| VerÀnderungen an den Muskeln ( M ) | 1 | nur mit bildgebenden Verfahren nachweisbar |
| VerÀnderungen an den Muskeln ( M ) | 2 | Pseudoparese |
| VerÀnderungen an den Muskeln ( M ) | 3 | Pseudoparalyse |
| Beteiligung des N. Opticus ( O ) | 0 | fehlend |
| Beteiligung des N. Opticus ( O ) | 1 | nur im Farbsehen und in VEP |
| Beteiligung des N. Opticus ( O ) | 2 | periphere Gesichtsfelddefekte |
| Beteiligung des N. Opticus ( O ) | 3 | zentrale Gesichtsfelddefekte |

Therapie und Prognose

Eine die Ursachen behebende (kausale) Therapie ist bislang nicht bekannt. Es ist jedoch in vielen FĂ€llen möglich, die Symptome zu behandeln. CortisonprĂ€parate gelten dabei als Mittel der ersten Wahl. In FĂ€llen, in denen ihre Wirkung nicht zufriedenstellend ist, können ergĂ€nzende Maßnahmen ergriffen werden, deren Einsatz jedoch wegen noch ausstehender wissenschaftlicher Studien nicht auf der Grundlage empirisch nachgewiesener Wirksamkeit (evidenzbasiert) erfolgt.cite-ref-bartalena1-35-0[35] Die EffektivitĂ€t der Therapie kann durch die Zusammenarbeit mehrerer medizinischer Fachgebiete (interdisziplinĂ€r – Innere Medizin, Strahlentherapie, Augenheilkunde und spezialisiertem Operateur) verbessert werden. In FĂ€llen besonderer psychischer Belastung durch die Erkrankung kann die UnterstĂŒtzung durch Psychologen hilfreich sein. Trotz fachgerechter Therapie kommt es nur bei 30 % der Patienten zu einer Besserung, bei 60 % Ă€ndert sich nichts, und bei 10 % tritt eine Verschlechterung ein.cite-ref-herold-1-3[1]cite-ref-befunde-8-3[8]

Konservative Behandlung

Konservative Behandlungsmaßnahmen richten sich im Allgemeinen nach Schwere- und AktivitĂ€tsgrad der Krankheit und haben in erster Hinsicht das Ziel, EntzĂŒndungsprozesse zu hemmen beziehungsweise zu vermindern. Angaben ĂŒber die direkte Verbesserung der AugenmotilitĂ€t durch konservative Behandlungsformen wurden in der Literatur bislang nur wenig gemacht.cite-ref-kfm-26-1[26] Zur ĂŒberbrĂŒckenden Behandlung der Doppelbilder können, wenn der Schielwinkel nicht zu groß ist, spezielle Prismenbrillen verwendet werden.cite-ref-essen-2-2[2]cite-ref-kfm-26-2[26]

Bei etwa der HĂ€lfte aller Patienten mit ausgeprĂ€gter endokriner Orbitopathie ist eine psychosomatische Betreuung angezeigt. Grundlegendes Ziel einer Behandlung ist es, neben der Verbesserung der organischen und funktionellen Situation eine bestmögliche Wiederherstellung des Ă€ußeren Erscheinungsbildes der Patienten und eine Wiedereingliederung in ihr berufliches und privates Umfeld zu erreichen.cite-ref-dab-1-22-1[22]

Medikamente

Bei leichten Formen, die lediglich mit Trockenheit der Augen oder geringen konjunktivalen ReizzustÀnden einhergehen, kann eine lokale Behandlung mit TrÀnenersatzmitteln oder Salben ausreichend sein.cite-ref-augustin-3-4[3]

In mittleren bis schweren FĂ€llen, bei denen eine vorhandene oder drohende BeeintrĂ€chtigung der Sehkraft besteht, gelten CortisonprĂ€parate, meist intravenös verabreicht, als Mittel der ersten Wahl.cite-ref-bartalena1-35-1[35] Eine begleitende Behandlung der SchilddrĂŒsenfehlfunktion ist natĂŒrlich notwendig.cite-ref-augustin-3-5[3]cite-ref-kanski-36-0[36] CortisonprĂ€parate haben sich bei aktiven EntzĂŒndungsgeschehen wegen ihrer schnellen Wirksamkeit auf Schwellungen bewĂ€hrt. Bei schweren KrankheitsverlĂ€ufen kann sich eine intravenöse, hochdosierte Behandlung empfehlen. Jedoch gibt es eine Reihe von Nebenwirkungen (Gewichtszunahme, Stimmungsschwankungen, Magenbeschwerden) und Gegenanzeigen (Diabetes mellitus, Infektionskrankheiten, Psychosen, MagengeschwĂŒre, Osteoporose).cite-ref-essen-2-3[2]

Der monoklonale Antikörper Teprotumumab scheint sehr gut wirksam zu sein, allerdings ist er sehr teuer und noch wenig verfĂŒgbar.cite-ref-37[37]cite-ref-38[38] Teprotumumab hemmt die AktivitĂ€t des IGF-1-Rezeptors, was das Wachstum der Fibroblasten in der Augenhöhle reduziert.

Kombinationsmöglichkeiten

In FĂ€llen, in denen die primĂ€r eingeleitete Kortisontherapie versagt, besteht bislang kein Konsens ĂŒber die Art und Weise der optimalen Folgebehandlung. Die Anwendung einer zweiten Kortisonbehandlung mit Bestrahlung oder Cyclosporin erscheint jedoch erfolgversprechend. Die Auswahl ergĂ€nzender Verfahren hĂ€ngt aber von den Erfahrungen der behandelnden Ärzte ab, da in diesem Bereich evidenzbasierte Empfehlungen bislang fehlen.cite-ref-bartalena1-35-2[35]

Vorbeugung bei Radiojodtherapie

PrĂ€ventiv wird bei DurchfĂŒhrung einer Radiojodtherapie die Gabe von Prednisolon empfohlen. Es ist jedoch umstritten, was eine optimale Dosierung darstellt.cite-ref-lai1-9-1[9]

Bestrahlung

Die Bestrahlung wird ergĂ€nzend zusammen mit einem weiteren Kortisonschub empfohlen, wenn der erste keinen ausreichenden Erfolg gebracht hat. Evidenzbasierte Empfehlungen fehlen jedoch bislang. Sie wird dabei in Form einer Orbitaspitzenbestrahlung mit einer befundabhĂ€ngigen Dosis von 2–20 Gycite-ref-0-39-0[39]cite-ref-40[40] durchgefĂŒhrt. Dies hat den Vorteil, dass im Gegensatz zur Kortisongabe deutlich weniger Nebenwirkungen auftreten. Allerdings ist die Wirkung insgesamt geringer, und ihr Eintritt dauert lĂ€nger.cite-ref-essen-2-4[2] Neuere Untersuchungen haben ergeben, dass geringere Dosierungen (1 Gy/Woche), gestaffelt ĂŒber ein lĂ€ngeres Behandlungsintervall (10–20 Wochen), genauso effektiv sein können wie die Verwendung höherer Dosierungen ĂŒber kĂŒrzere ZeitrĂ€ume (4-mal/Woche 2 Gy bis maximal 12 Gy Gesamtdosis).cite-ref-bartalena1-35-3[35]cite-ref-0-39-1[39]

Botulinumtoxin

Als Behandlung mit beschrĂ€nkter Wirkdauer kann zur Reduzierung von Doppelbildern oder einer Oberlidretraktion das Nervengift Botulinumtoxin in den betroffenen Ă€ußeren Augenmuskel oder den Musculus tarsalis (MĂŒllerscher Muskel – Lidheber) injiziert und so eine vorĂŒbergehende Erschlaffung dieser Muskeln erreicht werden. Hierbei darf jedoch noch keine dauerhafte SchĂ€digung der Strukturen durch Fibrosierung eingetreten sein.cite-ref-kfm-26-3[26]

Operationen

Chirurgische Eingriffe werden erst in der inaktiven, chronisch-fibrotischen Phase der Krankheit durchgefĂŒhrt und nachdem fĂŒr einen Zeitraum von wenigsten sechs Monaten ein konstanter Befund bestanden hat.cite-ref-augustin-3-6[3] Die Reihenfolge der Maßnahmen, nach der zuerst die Orbita, dann die Ă€ußeren Augenmuskeln und zum Schluss die Augenlider operativ behandelt werden, ist einzuhalten. Zwischen den einzelnen Operationen sollten jeweils einige Monate liegen.cite-ref-th1-11-1[11]cite-ref-41[41]

Orbita

Operationen an der Augenhöhle werden als Entlastungsmaßnahme durchgefĂŒhrt, um einerseits eine drohende oder bereits eingetretene Einklemmung des Sehnerven zu behandeln. Sie kommen in Betracht, wenn alle konservativen Therapiemöglichkeiten ausgeschöpft sind, oder als Notfallversorgung bei einer akuten Sehnervenquetschung. Andererseits werden sie auch aus kosmetisch-Ă€sthetischen GrĂŒnden durchgefĂŒhrt, um einen auffĂ€lligen Exophthalmus zu behandeln und den Augapfel wieder zurĂŒck in die Orbita zu positionieren. Hierbei muss die Krankheit jedoch etwa sechs Monate lang einen stabilen Verlauf ohne weiteres Fortschreiten genommen haben und ohne akute entzĂŒndliche Prozesse sein.cite-ref-op1-24-1[24]

Es gibt verschiedene Methoden einer Druckentlastung (Dekompression). Entweder wird dabei direkt Fettgewebe entfernt, oder man schafft durch Entfernung der seitlichen oder unteren knöchernen Orbitabegrenzungen Raum, in den sich das Gewebe ausbreiten kann. Dabei sind Beseitigungen der Orbitadecke wegen der unmittelbaren NÀhe zum SchÀdelinneren eher selten.cite-ref-op1-24-2[24] Je nach Zugangsweg zum Operationsgebiet und Technik der angewendeten Verfahren handelt es sich bei operativen Interventionen um einen Augen- und/oder HNO bzw. MKG-chirurgischen Eingriff, kann also eine interdisziplinÀre Behandlungsstrategie darstellen.cite-ref-op1-24-3[24]

Wie andere Operationen auch sind Eingriffe zur Orbitadekompression nicht risikolos. In manchen FÀllen kann es zu Komplikationen mit SensibilitÀtsstörungen im Gesicht kommen oder zu einer verstÀrkten Schielstellung der Augen. In sehr seltenen FÀllen können auch Verletzungen des Auges auftreten.cite-ref-essen-2-5[2]

Augenmuskeln

Das Ziel von Augenmuskeloperationen bei einer endokrinen Orbitopathie ist es, eine Normalisierung der Augenbeweglichkeit mit einem möglichst großen Feld beidĂ€ugigen Einfachsehens zu erreichen, und dies ohne Einnahme einer kompensatorischen Kopfzwangshaltung.cite-ref-op1-24-4[24]cite-ref-kfm-26-4[26] Die Erfolgsrate liegt zwischen etwa 60–80 % einer Doppelbildfreiheit im normalen Gebrauchsblickfeld.cite-ref-kfm-26-5[26] Da Schielstellungen und BewegungseinschrĂ€nkungen auf eine mangelnde DehnungsfĂ€higkeit und StrukturverĂ€nderungen der Muskeln zurĂŒckzufĂŒhren sind, können bei solchen Operationen die Verfahrensgrundlagen und Dosierungsrichtlinien normaler Schieloperationen nur sehr eingeschrĂ€nkt verwendet werden. Welche Muskeln mit welcher Technik letztlich chirurgisch versorgt werden, hĂ€ngt vom individuellen Krankheitsbild und den jeweiligen Befunden ab. Eine vorsichtige Dosierung ist insbesondere zur Vermeidung von Überkorrekturen notwendig. Aus diesem Grund können gegebenenfalls mehrere Operationen, auch an beiden Augen, durchaus angezeigt sein.

In der Regel wird eine RĂŒcklagerung des fibrotischen Muskels durchgefĂŒhrt. Dies kann mit und ohne ein festes WiederannĂ€hen (Refixation) des Muskels am Bulbus erfolgen. Im zweiten Fall besteht die Möglichkeit, den Operationseffekt durch Nachjustieren der FĂ€den bis zum ersten postoperativen Tag noch zu beeinflussen. Als Dosierungsrichtlinie wurde vorgeschlagen, bei der Operation an den vertikalen geraden Augenmuskeln eine Schielwinkelreduzierung von 2° pro Millimeter MuskelrĂŒcklagerung zugrunde zu legen, bei der Operation an horizontalen geraden Augenmuskeln 1,7° pro Millimeter RĂŒcklagerungsstrecke. Die Empfehlung reiner RĂŒcklagerungen gilt nicht bei sehr großen Schielwinkeln.cite-ref-kfm-26-6[26]

Lider

Lidoperationen stehen in der Reihe der chirurgischen Therapiemaßnahmen bei einer endokrinen Orbitopathie zeitlich gesehen an letzter Stelle. Sie können in Frage kommen, wenn dies wegen einer dauerhaften Retraktion des Oberlides, insbesondere auch beim Blick nach unten, aus kosmetisch-Ă€sthetischen GrĂŒnden sinnvoll erscheint, oder wenn wegen eines unvollstĂ€ndigen Lidschlusses die Gefahr einer Hornhautaustrocknung besteht.cite-ref-op1-24-5[24]

In der Regel wird ein schwĂ€chender Eingriff am Lidheber, dem Musculus levator palpebrae superioris, durchgefĂŒhrt. Weitere Verfahren sind die Ober- und UnterlidverlĂ€ngerung und seitliche Lidspaltenverkleinerung.cite-ref-essen-2-6[2]

Gesundheitsökonomische Aspekte

Obgleich konkret auf die endokrine Orbitopathie bezogene, gesundheitsökonomische Daten bislang nicht vorliegen, geht man davon aus, dass sie sehr hohe direkte und indirekte Kosten verursacht. Diese sind zum einen bedingt durch die aufwĂ€ndigen und fachĂŒbergreifenden therapeutischen Maßnahmen, den möglicherweise sehr langen oder auch therapieresistenten KrankheitsverlĂ€ufen, sowie einer entsprechend intensiven Nachsorge. Zum anderen kann es durch Krankschreibungen zu langem Arbeitsausfall bis hin zu dauerhafter ArbeitsunfĂ€higkeit kommen.cite-ref-dab-1-22-2[22] Dabei wird die Einrichtung spezialisierter Zentren, sowie die verstĂ€rkte Forschung, insbesondere auch im genetischen Bereich, als ein Ansatz gesehen, gezieltere und effizientere Behandlungsmaßnahmen zu entwickeln und so fĂŒr eine Kostenreduzierung zu sorgen, ohne dem primĂ€ren Ziel der optimalen Patientenversorgung entgegenzuwirken.

Literatur

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Weblinks

Commons

: Endokrine Orbitopathie

– Sammlung von Bildern

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‱ Katharina A. Ponto, Susanne Pitz, Norbert Pfeiffer, Gerhard Hommel, Matthias M. Weber, George J. Kahaly: Endokrine Orbitopathie – LebensqualitĂ€t und berufliche Belastung. (PDF; 372 kB) In: Deutsches Ärzteblatt, Jg. 106, Heft 17, 24. April 2009
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Einzelnachweise

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